HOME
> Historisches <

unsere Vermächtnisse - Zitate eines Klassenlehrers

An dieser Stelle wollen wir mit Bildern und Anekdoten die ein oder andere Erinnerung aufleben lassen.
Leider liegt unsere Abschlußzeitung noch nicht in digitalem Format vor, aber kommt Zeit, kommt Zuarbeit 


  In und um das Wohnheim der BBS ist die Zeit stehen geblieben.
 

Und unsere Berufsschule hat wohl auch 
schon bessere Zeiten gesehen. 
Im Moment steht das schöne Gebäude jedenfalls leer.

Jeannette hat Euch ein paar alte Zeitungsausschnitte
aus dem NEMA-Werker zu einer Powerpointpräsentation zusammengesetzt. 3,87MB hier zum Download.

 
 
 
 
 


So sahen wir das .....


aus "Das Wunder BBS", Abschlußkabarett der BA13a, JG 86
 
Eine Klasse wie Sie im Buche steht,
wie sich unsere BA13a in höheren Gefilden bewegt.
Schon in der 11. - wo man solch Spitzenkräfte brauchte,
waren WIR "only", die erlauchte
Truppe für alle Fälle
und stets auf Pfiff zur Stelle !

Die Theorie die wir bald aufgestellt :
"Nur der Suff eine richtige Truppe zusammenhält !"
So waren WIR denn auch schnell verrufen
und verlangten in der Schule rollende Stufen.
Wie einem dann doch die Umgebung stark verschwimmt,
wenn man sich keine Zeit zum lernen nimmt.

Doch sein WIR ehrlich und sagens ganz klar - 
müßige Stunden waren bei uns äußerst rar.
Es ist auch kein Wunder,
wir sind eine Verjüngungspille !
Deswegen brauch unser Gerhard auch nicht mehr seine Brille !

Drum der Ratschlag für die, die Ihr nach uns kommt :

"Versucht einfach zu leben - 
der Erfolg kommt promt !!! "



aus der Abschlußzeitung der BA13b, JG 89
  Ein Schultag

„Es ist 5:30 Uhr , liebe Jugendfreunde, aufsteh’n!“
Das erste Wecken überhören wir ganz gekonnt.

Dann ertönt Herrn Bendig’s Stimme über Zwang: „Es ist gleich 6:03 Uhr, liebe Jugendfreunde, aufsteh’n!
Die Zimmerordnung lässt mal wieder sehr zu wünschen übrig. Es sieht aus wie bei den Hotten-Totten.
Deshalb: Betten machen, Zimmer reinigen, Papierkorb leeren, Fenster schliessen...!“ –
Und das alles noch eine halbe Stunde vor’m Aufsteh’n.

Gegen halb 7 dreht es die ersten aus dem Bett; sie quälen sich zum Waschraum.
André zieht sich erstmal auf dem Klo eine Karo rein.
Auf das Frühstück wird grundsätzlich aus gesundheitlichen Gründen verzichtet.
Und schon fährt der Barkas vor. – Ah, Annett und Ilka steigen ein!

Im Unterbewusstsein – halb tot, halb wach – erklimmen die ersten den „Saugraben“, die Netzschkauer Höhen.
Die Fahrer bezahlen dort schon ihre ersten Strassengebühren.
Oben angekommen – endlich die erste Zigarette und „geborgte“ Milch.

7:10 Uhr – es klingelt. Erste Stunde Mathe. Mit der Zeit kommt auch Zimmer 64 eingetrudelt.
Karsten darf dann auch gleich vor an die Tafel, um zu beweisen, dass er nichts weiss.
Aber er bekommt ja in der kommenden Stunde wieder eine Chance.
Der Rest ist noch nicht ganz aufnahmefähig. André wartet auf die nächste Pause – die Karo schreit schon!

Der Unterricht geht weiter. Im Raum macht sich allgemeine Müdigkeit breit.
Trockene Witze lockern ab und zu die schläfrige Stimmung auf. So kriegen wir den Tag bis Mittag rum.
Dann heisst es: Erstmal gründlich den Magen verderben!
Im Vorbeifliegen werden die Plätze am Kaffeetisch gesichert.
Im Hintergrund hört man, wie einer auf den Limoautomaten eindrischt...

Die letzten Stunden vergehen so nebenbei. Nach dem Unterricht ist für einige „Gottfried“ angesagt.
Der Nachmittag im Wohnheim wird individuell gestaltet. Zimmer 64 und 55 werden zur Spielhölle umfunktioniert. Ansonsten dominiert der Schlaf.
Das soll aber nicht heissen, dass wir unsere Lehrzeit verschlafen haben.

17:00 Uhr – es wird Zeit für’s Abendbrot.
Siehst du das Essen und wird dir übel, dann schaff es lieber gleich zum Kübel.
Der Tee ist wie immer 100% geschmacksneutral. Deshalb muss erstmal jemand mit dem Kanister los fahren.
Denn die BA13b hat immer mächtig Durst.
Das zeigt sich auch, wenn geschlossen in den „Duncker“ gegangen wird und zum Schluss 16 Wermuthflaschen sich auf dem Tisch türmen. Der Rest geht zurück ins LWH.

So vergeht der Tag!

Es kommt vor, dass Herrr Titze auch einen Eimer „fallen“ lässt, weil er die BA13 nicht leiden kann.
Aber ansonsten kamen wir hier immer ganz gut zurecht.



^_Seitenanfang

 
 
 
 
 
 
 


Zitate eines gestreßten Klassenlehrers




Seine Lieblingssprüche:

"Je grüner desto schwimmt"
"Da rollen mir die Socken rauf & runter !"
 

Auch wenn Du, lieber Gerhard nicht mehr unter uns bist, so wollen wir doch
die besten Deiner Zitate der Nachwelt erhalten. Hier ein kleiner Auszug :



"Die nutzen mich nur aus, weil sie wissen, daß ich verkalkt bin, daß ich alles vergesse !"


Gerhard : "Was ist denn Ralph ?"
Ralph: "Ja, da war`ne Fliege, die mußte ich wegjagen !"
Gerhard : "Wenn ich alles wegjagen würde, was mich stört ....!"



"Woll`n Sie aus dem Papierkorb sprechen ?    Den sortier ich nämlich !"



"Es soll ja Lehrlinge geben und andere Menschen."



"So eine  WARME  Schule wie unsere gibt es in der DDR wahrscheinlich selten !"



"Und jetzt noch schnell die Ableitung von diesem Krümelkäse."


Gerhard : "Wenn ich sage das ist die Seitenhalbierende, dann ist das die Seitenhalbierende !"
Kurt : "Herrgott, Sie ist eben nur ein bißchen ungenau gezeichnet."


"Meint 6 - sagt7 - schreibt 8 !"


"Ich wünsche Ihnen später auch mal so`ne Kadetten !
Augen nach hinten und Zopf nach vorne."



Einen wesentlichen Ausspruch vergessen ? - Bitte hier posten.



^_Seitenanfang
 
 

> 08.01.2007<
www.netzschkau.de.vu